Silberstreif am deutschen Konjunkturhorizont

Die Hoffnungen auf einen zarten Aufschwung nach jahrelanger Stagnation schienen bereits im ersten Quartal wieder obsolet zu sein. Infolge des Irankrieges und der Blockade der Straße von Hormus schnellten die Energiepreise nach oben und rissen Lieferketten. Doch nun zeigen aktuelle Zahlen zur Konjunkturentwicklung, dass die deutsche Wirtschaft durchaus auch mit dieser erneuten Großkrise umgehen kann. […]
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Die Hoffnungen auf einen zarten Aufschwung nach jahrelanger Stagnation schienen bereits im ersten Quartal wieder obsolet zu sein. Infolge des Irankrieges und der Blockade der Straße von Hormus schnellten die Energiepreise nach oben und rissen Lieferketten.

Doch nun zeigen aktuelle Zahlen zur Konjunkturentwicklung, dass die deutsche Wirtschaft durchaus auch mit dieser erneuten Großkrise umgehen kann.

Zum einen verzeichnete der ifo-Geschäftsklimaindex, der auf Angaben von rund 9.000 Führungskräften fußt, im Juli den dritten Anstieg in Folge.

Mit 86,6 Punkten drückt er zwar keinen unbändigen Optimismus aus, aber:

„In dieser schwierigen Gemengelage ist das ein Lichtblick“, wie ifo-Umfragechef Klaus Wohlrabe einordnet.

Zum anderen vermeldete das Statistische Bundesamt für das zweite Quartal ein Wachstum von 0,2 Prozent und korrigierte den Wert für das erste von 0,3 auf 0,4 Prozent.

Auch dies wäre in normalen Zeiten kein Grund für Erleichterung, erscheint angesichts des konjunkturellen Gegenwinds jedoch als Anzeichen einer Erholung.

Der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) Volker Treier bringt die Meinung vieler Volkswirte auf den Punkt:

„Das Wachstum von 0,2 Prozent ist ein erfreuliches Signal, aber längst kein Befreiungsschlag.“

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